Feierliche Eröffnung der Bautafel zur Erinnerung an die Krankenmorde

Die Würde des Menschen ist nicht unantastbar. So steht es auf der Bautafel vor dem Verwaltungsgebäude des kbo-Isar-Amper-Klinikum in Haar.

Während der nationalsozialistischen Diktatur 1933 bis 1945 fielen in der damalige Anstalt Eglfing-Haar tausende Menschen den Krankenmorden zum Opfer. Bisher sind die Namen von 3750 Menschen gefunden, sie sind auf der Bautafel in Erinnerung gerufen.

Hier entstehen vielfältige Informations-, Lern- und Gedenkorte zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft psychiatrischer Arbeit in Eglfing-Haar bei München.

„Wir sehen uns in der Verantwortung, den Opfern ihre Namen zu geben und die Täter zu benennen.
Wir halten so die Erinnerung lebendig und lernen aus unserer Geschichte“, so die Verantwortlichen von Bezirk OBB und von kbo-Israr-Amper-Kliniken.

In einer feierlichen Eröffnung wurde die Bautafel präsentiert, die die in Haar geplanten Aktivitäten für die kommenden Jahre vorstellt.

„Im Gespräch mit dem evanglischen Pfarrer Klaus Rückert wird die große Anstrengung deutlich, die es brauchte, die Geschichte der Zwangssterilisationen und Krankenmorde ins Bewußtsein zu holen. Vor allem zu Beginn führte das zu Anfeindungen.“
Klaus Rückert war 1983 bis 1995 als Krankenhaus-Seelsorger im damaligen Bezirkskrankenhaus Haar tätig und hat damals begonnen, in den noch vorhandenen Unterlagen über die Ermordungen zu forschen.

Wer die Reden auf der Feier nachhören oder nachlesen will, hier:
https://kbo-iak.de/bautafel-zur-euthanasie-vor-dem-verwaltungsgebaeude-1

 

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