Label „Bienenfreundliche Kommune in Oberbayern“ auf den Weg gebracht

Ein positives Zeichen für den Umweltschutz in Oberbayern:

Die Bezirkstagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatte beantragt, dass der Bezirk Oberbayern eine Auszeichnung „Bienenfreundliche Kommune in Oberbayern“ entwickeln möge, um das Thema Bienenschutz voran zu bringen. Dieser ist dafür aufgrund der Qualität der bezirkseigenen Imkereifachberatung in diesem Bereich kompetent. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Energie wurde die Idee einstimmig befürwortet.

Mögliche Kriterien für das neue Label könnten laut Verwaltung beispielsweise sein:

1. Bienenfreundliche Gestaltung von Gemeindeflächen – insbesondere die Anpflanzung von Bienenweidemischungen und Gehölzen mit dem Ziel einer durchgehenden Nektar- und Pollenversorgung, z.B. Verkehrsinseln, Straßenränder etc.

2. Verzicht des Einsatzes von Insektiziden auf den in kommunaler Hand befindlichen Flächen

3. Extensive Pflege und Bewirtschaftung der in kommunalen Hand befindlichen Flächen

4. Angebot von Standplätzen für die Aufstellung von Bienenvölkern für örtliche Imker

5. Nistmöglichkeiten für Wildinsekten (Insektenhotels)

6. Angebot heimischen Honigs von in kommunaler Hand befindlichen und betriebenen Seniorenheimen

7. Aufstellung von Schaubühnenkästen an Schulen und Kindergärten, bei denen die Kommune Sachaufwandsträger ist und Unterstützung der Betreuung dieser Kästen durch örtliche Imker oder Imkervereine

8. Schaffung eines Bienen- und Insektenlehrpfades (erlebnispädagogische Ansätze und touristische Perspektiven)

9. Ein Bildungsangebot zum Thema Bienen und Wildbienen, gesundheitsbezogene Vorträge etc.

10. Bei der Präsentvergabe an verdiente Mitbürger (Jubilare, zu ehrende Sportler, Kulturschaffende etc.) Abgabe von heimischem Honig.

Diese Kriterien sind allerdings nur eine beispielhafte Aufzählung und werden sich bis zur endgültigen Einführung noch verändern. Ebenso ist noch unklar, wie genau die Umsetzung des Labels erfolgen soll. Neben einer eigenständigen Umsetzung des Bezirks soll auch eine Kopplung mit bereits bestehenden Programmen geprüft werden.

„Wichtig ist uns vor allem, dass die örtlichen Imker in die Bewertungsjury mit einbezogen werden“, betont Bezirksrat Johannes Becher (GRÜNE). „Das Thema Biene geht uns alle an und wir halten diese Auszeichnung für eine gute und kostengünstige Möglichkeit einerseits auf das Thema aufmerksam zu machen und andererseits vorbildliche Kommunen auszuzeichnen.“

Sobald die ohnehin bereits geplante Personalaufstockung vollzogen ist, wird die Idee noch weiter konkretisiert bis dann das Label „Bienenfreundliche Kommune in Oberbayern“ hoffentlich im Jahr 2016 final beschlossen werden kann.

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